Kindergarten

Der Kindergarten ist eine Einrichtung für Kinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht zur Schule gehen.

Damit verbunden ist eine sozialpädagogische Ausrichtung mit einem Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Der Kindergarten ergänzt die Erziehung in der Familie; er eröffnet den Kindern erweiterte und umfassendere Erfahrungs- und Bildungsmöglichkeiten über das familiäre Umfeld hinaus. Im Gegensatz zum Schulwesen hat der Staat in der Kindertagesbetreuung keinen eigenständigen, vom Erziehungsrecht der Eltern unabhängigen Auftrag. Dieser Auftrag des Kindergartens leitet sich vom Erziehungsrecht der Eltern ab und wird ihm durch den (Betreuungs-)Vertrag übertragen.

Unterhalten werden die Kindergärten durch die Kommunen sowie von freien Trägern. Freie Träger sind vor allem kirchliche Träger, Institutionen der Freien Wohlfahrtspflege, Vereine und Elterninitiativen sowie privatwirtschaftliche Träger.

 

Sonderpädagogische und heilpädagogische Kindergärten

Zusätzlich oder ergänzend zu den Regelkindergärten gibt es sonderpädagogische und heilpädagogische Kindergärten, die meist als integrative Kindergärten betrieben werden, also Kinder mit und ohne Behinderungen oder Förderbedarf gemeinsam betreuen. Zuweilen zeichnen sich Kindergärten durch ein besonderes Angebot oder pädagogisches Profil aus, wie beispielsweise Waldkindergärten, Bauernhofkindergärten oder Waldorfkindergärten.

 

Tagespflege

Die Tagespflege ist eine familienähnliche Betreuungsform und wird vor allem für Kinder unter 3 Jahren in Anspruch genommen. Außerdem wird sie  als zusätzliche Betreuungsform außerhalb der Öffnungszeiten des Kindergartens für Zeiten, in denen die Betreuung nicht eigenständig durch die Erziehungsberechtigten sichergestellt werden kann in Anspruch genommen.