Kindertagesstätten

Seit dem 01.08.2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Dieser kann entweder durch den Besuch einer Kindertagesstätte (Krippe) oder die Inanspruchnahme einer Tagespflegeperson ausgeschöpft werden.

Jedes Kind hat ab seinem dritten Geburtstag bis zum Schuleintritt Anspruch auf  Betreuung in einer Einrichtung. Dieser Anspruch ist vorrangig vor anderen Betreuungsarten. Diese Betreuungsform  soll die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern.

Betreuungseinrichtungen gibt es in öffentlicher und freier Trägerschaft. Zu den freien Trägern zählen nichtstaatliche Organisationen wie Wohlfahrtsverbände, Kirchen und Elterninitiativen. Öffentliche Einrichtungsträger sind Kreise, kreisfreie Städte und kreisangehörige Gemeinden.

Für die Aufnahme in eine bestimmte Kindertagesstätte und den zeitlichen Betreuungsumfang gibt es bestimmte Kriterien. Zu diesen gehören unter anderem das Anmeldedatum in der Einrichtung, die Erwerbstätigkeit der Eltern, die Entfernung zum Wohnort und die Konfessionszugehörigkeit. Auch die spezifische familiäre Situation, wie zum Beispiel bei Alleinerziehenden, wird berücksichtigt.

Für eine Betreuung werden in der Regel Beiträge fällig, die je nach Träger unterschiedlich hoch sind. Sie sind abhängig vom Einkommen der Eltern, der Zahl der Kinder in der Familie und vom Betreuungsumfang. 

Reicht die Betreuung der Kinder aufgrund des täglichen Bedarfs in einer Kindertagesstätte nicht aus, kann darüber hinaus die notwendige Betreuung durch Inanspruchnahme von Tagespflege gewährleistet werden.